nachhaltige Bademode
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5 nachhaltige Bademode Marken: I’m in ❤

Der Sommer steht vor der Tür, die Freibäder haben wieder geöffnet, alles schreit nach Abkühlung. Bei Höchsttemperaturen von 34°C brauch man auch gar nicht lange überlegen: Ab ins Schwimmbad!

Also heißt es Badetasche raus, Handtuch und Sonnencreme rein, gefolgt von einer Flasche Wasser #alwaysstayhydrated. Im Kopf nochmals alles durchgehen; achja: Fast hätte ich den Bikini vergessen!

Hastig durchsuche ich den Kleiderschrank-als ich ihn eine Ewigkeit später in der Hand halte, bin ich aber wenig begeistert: Dieses vergilbte Teil möchte ich nicht noch eine Saison lang präsentieren; ich sollte mir echt mal einen neuen holen!

Doch sofort stellt sich mir die Frage: Gibt es überhaupt nachhaltige Bademode? Und wenn ja, wo kann man sie kaufen?

Nachhaltige Bademode Marken

Wie du an diesem Artikel erkennen kannst, hat mich die oben beschriebene Situation von neulich dazu getrieben die Suche nach nachhaltiger Bademode zu starten. Weil es hier im bescheidenen Südtirol aber keine Großstadt gibt, hat sich meine Aufmerksamkeit ziemlich schnell auf die Angebote im Netz verlagert.

Und da ich bestimmt nicht die einzige bin, die an nachhaltigen Bademodeoutfits interessiert ist, habe ich mir gedacht da kann ich doch gleich meine Suchergebnisse in einem Beitrag teilen.

Also, bitte schön:

Organic Basics

Ok, zugegeben: Organic Basics ist mehr spezialisiert auf T-Shirts, Leggins, Unterwäsche (siehe hier) u. Co. als auf nachhaltige Bademode. Aber weil die dänische Firma eben doch einen Schwimmanzug und einen Bikini in diversen Farben im Angebot hat, möchte ich dir diese Option nicht vorenthalten.

Beide Modelle sind überwiegend aus recyceltem Nylon produziert; dieses soll laut Hersteller langlebiger sein als herkömmliches Nylon. Lobenswert ist aber auch, dass bei der Produktion bedeutend weniger Wasser aufgewendet und weniger CO2 erzeugt wird als bei herkömmlichen Verfahren.

💲Preislich startet es bei den Frauen bei 40€ für die Bikini-Unterteile, 70€ kosten die Oberteile und 95€ die Badeanzüge, welche hinten übrigens verstellbar sind. Die Badehosen der Männer sind für 95€ erhältlich.

Bleed

Die grausamen Machenschaften der Textilindustrie schaden nicht nur den Menschen, sondern auch der Natur. Dass diese dabei schon lange blutet, möchte die deutsche Firma bleed mit ihrem Namen bewusst machen.

Gleich wie bei Organic Basics liegt auch ihr Fokus nicht unbedingt auf nachhaltige Bademode, wobei sie mehr Modelle führen. Diese können im mix-and-match beliebig kombiniert werden, d.h. du hast völlig freie Hand beim Zusammenstellen deines Badeoutfits.

Ich mag zwar minimalistische Designs, bevorzuge bei Badebekleidung aber raffiniertere Modelle mit Cut-Outs oder ein bisschen Muster. Letzteres ist z.B. bei bleed vorzufinden, was ich sehr schön finde.

Wichtiger ist mir aber noch die Herstellung: Auch hier wird auf recyceltes Nylongarn gesetzt (ECONYL®), das aus zurückgelassenen Fischernetzen im Meer (Geisternetzen) und aus Abfällen der Teppichindustrie besteht. Diese Überbleibsel werden gereinigt und sortiert, zu Granulat verarbeitet und schließlich zu einem Garn gesponnen. Das ist natürlich aufwendig, aber immer noch besser als neuen Müll zu produzieren.

💲Die Preisspanne der Badeoutfits beläuft sich auf etwa 30€-90€, was meiner Meinung nach angemessen für nachhaltige Bademode ist.

Twothirds

Keine Ahnung wie das spanische Unternehmen auf diesen mathematischen Namen gekommen ist. Eins steht aber fest: Auch Twothirds möchte ein Zeichen setzen für nachhaltige Bademode. Das zeigt sich z.B. in der Herstellung, denn für die Badeoutfits wird ebenfalls mit ECONYL® gearbeitet (was das ist brauche ich hier wohl nicht noch einmal erklären).

Im Unterschied zu den vorherigen Firmen, hat Twothirds jedoch noch ein Ass im Ärmel: Die Stücke werden auf Bestellung produziert, d.h. es kommt zu keiner Überproduktion. Das ermöglicht eine optimale Nutzung der Ressourcen, was sich wiederum positiv auf die Umwelt auswirkt.

Sollten doch einmal Stoffe von der vorherigen Kollektion übrig sein oder Produkte hergestellt und nicht verkauft werden, werden diese für die nächsten Stücke verwendet. Es wird also das genutzt, was bereits da ist.

Ansonsten legt Twothirds auch Wert auf faire Löhne und sichere Arbeitsbedingungen: Während die Rohstoffe aus aller Welt (EU, China oder Argentinien) kommen, findet die Herstellung der Stoffe in der EU statt und das Schneiden und Nähen in Portugal. Das bedeutet, die Produktionsstätten entsprechen europäischen Standards.

💲Preislich bewegen wir uns bei den Frauenmodellen um die 40-100€, bei die der Männer um die 80€.

Inaska

Falls du es lieber sportlich und nicht so verspielt magst, dann solltest du mal bei Inaska vorbeischauen. Der deutsche Onlineshop ist spezialisiert auf nachhaltige Bademode (es gibt nur wenig andere Teile), allerdings führt er keine Modelle für Männer. Schade, wie ich finde.

Dafür gefällt mir die Idee mit den Spenden umso besser: Bei jedem verkauften Teil werden 3 Organisationen unterstützt; Surfrider EU (fördert den Schutz der Meere), Viva con Agua (sorgt für weltweiten Zugang zu Trinkwasser), Fashion Changers (klärt über nachhaltige Modethemen auf).

Außerdem arbeitet auch Inaska mit ECONYL®, dem recycelten Nylongarn. Von dessen Herstellung bis zum fertigen Produkt läuft die Herstellung in Europa ab. Damit werden die Transportwege kurz gehalten und Ressourcen geschont.

Doch da hört die Nachhaltigkeit noch nicht auf: Die Ware wird plastikfrei und müllreduziert mit GoGreen versendet. Das bedeutet internationale Klimaschutzprojekte werden vom Versanddienstleister finanziell unterstützt.

Natürlich sollte man nicht vergessen, dass bei JEDEM Transport CO2 produziert wird (auch bei der GoGreen Variante). Am umweltfreundlichsten wäre es also nicht unzählig kleine Lieferungen zu verursachen, sondern alles in einer großen unterzubringen.

💲Bei den Modellen von Inaska kannst du mit einem Preis von ca. 50-120€ rechnen.

Ayalabel

Als ich die Teile dieses niederländischen Shops gesehen habe, bin ich sofort verliebt in ihnen gewesen. Benannt sind die Kollektionen nach griechischen Göttinnen; das Design ist inspiriert von der jeweiligen Geschichte. Es lohnt sich also durchaus diese durchzulesen-vielleicht erkennst du ja den Zusammenhang?

Aber Mythologie hin oder her; meiner Meinung zählt noch mehr was dahinter steckt, wie die Ware produziert wird. Da kann ich nur wieder sagen: #ECONYL®. Zusätzlich setzt Ayalabel auf recycelte Baumwolle, biologisch abbaubare Versandverpackungen und Hygienekleber aus kompostierbarem Holzzellstoff.

Falls dir das noch nicht genug ist: Auch dieses Unternehmen fördert (gleich wie Inaska) Hilfsprogramme, die die Meere schützen.

Was ich noch schön finde ist, dass Ayalabel nicht nur schreibt, dass ihre Modelle für jeden Körper geeignet sind, sondern das auch auf ein paar Fotos zeigen (anhand eines Curvy-Models). Schließlich sehen die Teile bei einer dünnen Person anders aus als bei einer fülligeren und ich denke jeder möchte doch sehen, wie die Outfits an einem selbst aussehen würden.

💲Der Shop führt nur nachhaltige Bademode für Frauen, wobei die Unterteile 38€ o. 45€ kosten, die Oberteile 42-48€ und die Badeanzüge 88€. Beträgt der Bestellert über 70€ ist der Versand kostenlos.

Fazit

Natürlich ist es nachhaltiger vor Ort die Teile anzuprobieren und nur das zu kaufen, was einem passt als sich was zu bestellen und dann die meisten Badoutfits wieder zurückzuschicken. Aber falls auch du keine entsprechenden Möglichkeiten in deiner Nähe hast, kann ich dir wirklich empfehlen bei oben genannten Onlineshops vorbeizuschauen.

Ich habe bei der Zusammenstellung darauf geachtet, dass sich die Preise eher im unteren Bereich halten. Sei dir aber bewusst, dass du für nachhaltige Bademode keine 20€ erwarten kannst; die Herstellung davon ist einfach viel aufwändiger als bei herkömmlichen Verfahren und die Materialien kosten mehr. Grund dafür ist u.a. das verwendete ECONYL®, das wesentlich langlebiger und salz-, chlor- und UV- resistent ist.

Das bedeutet: Die Situation mit dem vergilbten Bikini gehört der Vergangenheit an 🙂

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