Hermetische Gesetze
Kommentare 0

Hermetische Gesetze: Was sind die 7 Spielregeln des Lebens?

Wenn du ein neues Spiel spielst, möchtest du auch zuerst die Spielregeln kennen, stimmt’s?

Genau so könnte man die 7 hermetischen Gesetze definieren: Wie die Spielregeln des Lebens.
Verfasser soll Hermes Trismegistos gewesen sein, ein Mann, der sie wohl zu Zeiten von Moses auf Smaragdtafeln aufgeschrieben hat. Bekannt wurden sie aber erst durch das Buch Kybalion, wobei einmal von 3 Eingeweihten gesprochen wird, ein anderes Mal soll William Walter Aktinson der einzige Autor gewesen sein.

Doch egal wie die geschichtlichen Hintergründe ausgesehen haben mögen: Fakt ist, dass sich nicht nur die Bibel und die Veden auf die hermetischen Gesetzen beziehen; auch in der östlichen Philosophie gibt es zahlreiche Übereinstimmungen.

Ich finde das macht es umso spannender diesen 7 Prinzipien auf den Grund zu gehen, denn mal ganz ehrlich: Wer möchte nicht die Zusammenhänge des Lebens bzw. das Universum besser verstehen?

1. Das Gesetz des Geistes

Der Ursprung von allem ist Geist, Schöpfergeist.

Die geistige Dimension steht über der materiellen (nicht wertend gemeint!), d.h. alles was sich in der materiellen Welt zeigt ist zuerst in der geistigen. Das bedeutet wiederum jeder deiner Gedanken ist erschaffend.

Es ist also nicht das Außen, die Umstände, die dich bestimmen, sondern umgekehrt: Du erschaffst die Verhältnisse. Du bist demnach nicht das Opfer, dem etwas geschieht, sondern das Subjekt (der Schöpfer), das etwas geschehen lässt (wenn auch häufig unterbewusst).

Die Realität ist somit immer nur eine Projektion. Möchtest du etwas verändern, ist es vergeblich auf das Bild auf der Leinwand einzuwirken zu versuchen; du musst dafür das gewählte Bild im Projektor ändern.

Du bist der Schöpfer!

2. Das Gesetz der Anziehung

Gleiches zieht Gleiches an, Ungleiches stößt sich ab

„Gleiches zieht Gleiches an“

Dieser Spruch müsste dir spätestens nach dem Bestseller The Secret bekannt sein (falls du es nicht kennst: sehr empfehlenswert!). Doch auch im Alltag kannst du das Gesetz der Anziehung ständig beobachten: Hass zieht Hass an, Trauriges Trauriges, Positives Positives usw.

Deshalb ist es auch so wichtig seine Gedanken und Einstellung aufmerksam wahrzunehmen und sich auf das Positive zu konzentrieren. Außer du möchtest Negatives vermehren; dann fokussiere dich darauf. Ich glaube aber nicht, dass das der Fall ist, hab ich Recht?

Falls du dich also wunderst warum du immer demselben Typ Mann begegnest, dieselben Probleme in deinem Arbeitsumfeld hast, sich bestimmte Situationen ständig zu wiederholen scheinen, etc. dann mache dir bewusst: Alles was in deinem Sosein enthalten ist, zieht die entsprechenden Situationen, Menschen, usw. an.

Denn das, was in Resonanz miteinander geht, findet zusammen. Ungleiches stößt hingegen einander ab. Wenn wir Menschen begegnen haben wir dafür übrigens einen treffenden Ausdruck: „Wir sind auf einer Wellenlänge“ (=Wir schwingen auf derselben Wellenlänge; =wir haben dieselbe Schwingung).

3. Das Gesetz der Analogie

„Wie im Innen-so im Außen, wie im Außen-so im Innen“,
„Wie oben-so unten, wie unten-so oben“,
„Wie im Großen-so im Kleinen, wie im Kleinen-so im Großen“.

Das Gesetz der Analogie besagt, dass es für alles auf der Welt auf jeder Ebene eine Entsprechung gibt. Das bedeutet du kannst im Kleinen das Große erkennen und umgekehrt. Deshalb sind wir gleichzeitig der Mikrokosmos im Makrokosmos und der Makrokosmos im Mikrokosmos (wir sind ein Teil Gottes und Gott als Teil in uns).
Falls du das noch nicht verstehst, kannst du hier mehr darüber erfahren.

Dieses Gesetz zeigt auch, dass das Äußere dein Inneres widerspiegelt, weshalb beispielsweise eine Veränderung immer von dir ausgehen muss und nicht von deinem Umfeld. Das Zusammenspiel zwischen Innen- und Außenwelt ist also immer vorhanden, weshalb du als individuelles Bewusstsein zum Teil das kollektive Bewusstsein beeinflusst und umgekehrt.

4. Das Gesetz der Schwingung

Hermetische Gesetze-Gesetz der Schwingung
Alles ist ständig in Bewegung, vibriert, schwingt

Panta rhei=alles fließt

Auch der griechische Philosoph Heraklit hat mit dieser Erkenntnis das Gesetz der Schwingung beschrieben. Nichts ist starr, alles ist vergänglich. Obwohl uns etwas als still erscheint, so ist es doch dem Strom der Veränderung unterworfen.

Energie ist nämlich immer in Bewegung und Materie ist nichts anderes als verdichtete Energie. Auch die Quantenphysik hat das mittlerweile erkannt und spricht nicht mehr von starren Teilchen, sondern vibrierenden Fäden. Wir senden ebenfalls ständig Energie aus, schwingen: Mal höher (positive Gefühle), mal tiefer (negative Gefühle).

Ich glaube dieses Gesetz ist eines, das den wenigstens bewusst ist: Jeder Augenblick, den wir erleben ist einmalig. NIE WIEDER wir er sich in der Form, wie er gerade ist, erscheinen.

5. Das Gesetz der Polarität und der Geschlechtlichkeit

Wo es Liebe gibt, existiert Hass, wo Freude da Trauer, wo Glück da Leid.

Die meisten streben nur einer der beiden Pole (den für sie positiven) an; der andere wird zu vermeiden versucht. Doch nur durch die Polarität können wir uns erkennen: Wie sollten wir erfahren, ob wir Liebe sind, wenn wir nicht das Gegenteil kennen?

Da die Dualität oft mit der Polarität verwechselt oder beides für ein und dasselbe gehalten wird, möchte ich es hier nochmals erklären: Erstere schafft eine Trennung zwischen den Gegensätzen, Letztere spricht von zwei entgegengesetzten Kräften, die eine Einheit bilden. Genau diese untrennbare Verbindung, den Einklang zeigt die chinesische Philosophie Yin und Yang.

Das gilt übrigens auch für die Geschlechtlichkeit: Wir alle haben männliche und weibliche Teile in uns, sind also beides. Gleichfalls enthalten Aktivitäten, Jahreszeiten, Lebensmittel, ALLES Elemente von Yin (das Weibliche) und Yang (das Männliche).

Der Sinn, warum wir hier auf der Erde sind ist also wieder die Einheit zu erkennen, dass beide Pole gleich sind (keiner besser oder schlechter) und zur Mitte zu finden.

6. Das Gesetz der Harmonie

Hermetische Gesetze: Gesetz der Harmonie
So wie das Pendel nach links schwingt, schwingt es nach rechts. Alles strebt nach Ausgleich, zur Mitte hin

Sämtlich wirkende Kräfte sind bestrebt ins Gleichgewicht zu kommen.

Das Leben besteht aus geben und nehmen: Möchte jemand die ganze Zeit nur nehmen, so kommt es zu einem Mangel. Wenn du also Fülle, Liebe, Akzeptanz, etc. erleben möchtest, musst du sie zuerst geben.

Wer glaubt es sei nicht genug für alle auf der Welt, der irrt. Alles ist in Harmonie; nichts fehlt; es gibt kein zu viel oder zu wenig. Wir sind es, die das Ungleichgewicht verursachen; das Leben antwortet mit dem Gegenpol als Ausgleich.

Dieses Schwingen von einem Pol zum Anderen findet sich übrigens wieder im Prinzip von Yin und Yang. Es bildet einen fortwährenden Kreislauf

7. Das Gesetz der Ursache und Wirkung

Du bist der Schöpfer.

Wenn auch oft unbewusst. Das führt dazu, dass du glaubst etwas sei Zufall oder Glück gewesen. „Ist halt eben so passiert“, „Das war Schicksal.“

Doch das stimmt nicht. Schicksal ist die Wirkung deiner gesetzten Ursachen. Denn egal, ob bewusst oder unbewusst: Mit deinen Gedanken, Worten, Taten, Gewohnheiten, mit deinem Sosein setzt du Ursachen. Und diese führen zu einer entsprechenden Wirkung.

Alles kommt zu dir zurück. Das, was du säst, wirst du ernten. Als erwachtes Bewusstsein weißt du dies zu nutzen und setzt einfach andere Ursachen, wenn du eine Wirkung nicht als stimmig wahrnimmst.

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick in die Zusammenhänge des Lebens liefern und zu einigen Erkenntnissen verhelfen.

Falls das Thema „Hermetische Gesetze“ ganz neu für dich ist: Lies dir die Gesetze ruhig ein paar Mal durch. Für mich waren sie beispielsweise anfangs sehr abstrakt. Sobald ich mich dann aber intensiver mit ihnen (und der Spiritualität) beschäftigt und begonnen habe mein Leben mehr zu beobachten, habe ich erkannt wie tiefgreifend tatsächlich diese Spielregeln des Lebens sind.

Werbung, unbezahlt

WIE HAT DIR DER BEITRAG GEFALLEN?
[Abstimmungen: 0 Durchschnitt: 0]

Schreibe eine Antwort