unnachhaltige produkte, die ich nicht mehr kaufe
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Alles nur Müll? 8 unnachhaltige Produkte, die ich nicht mehr kaufe

„Das habe ich immer schon so gemacht“

Ein Satz, den wir vielleicht selten aussprechen, aber nach dem wir dafür umso häufiger unterbewusst handeln. Gewohnheiten können ja unglaublich den Alltag erleichtern (stell dir vor du müsstest jeden Atemzug bewusst ausführen!); dennoch sollte man von Zeit zu Zeit immer wieder mal überprüfen, ob sie unserem Stand der Erkenntnis entsprechen.

Dabei kann natürlich eine Diskrepanz zwischen dem, was wir für richtig halten und dem, was wir tatsächlich tun, entstehen. Für mich war es anfangs z.B. relativ schwierig zu akzeptieren, dass ich zwar 100%ig, nein 1000%ig nachhaltig leben wollte*, diesen Lebensstil aber nur Schritt für Schritt umsetzen konnte.

*Ich möchte nicht sagen, dass es darum geht Perfektion in diesem Bereich zu erreichen, sondern, dass man oft nicht geduldig genug mit sich selbst ist

Die Umstellung kam aber eben nicht von heute auf morgen: Ich fand zwar viele Produkte, die ich noch benutz habe, sch***e, musste mich aber erstmal auf die Suche machen nach entsprechenden Alternativen und diese ausprobieren.

Erst vor ein paar Tagen, als ich mal innegehalten und einen Blick in den Kosmetikbeutel geworfen habe mich umgeblickt habe, ist mir bewusst geworden, dass ich jetzt doch einige Sachen anders mache als früher.
„Darüber zu schreiben könnte doch ganz interessant sein“, habe ich mir gedacht. Das ist also die Geburtsstunde dieses Artikels gewesen (wobei ich mich auf die Produkte im Bad beschränkt habe).

Warum, weshalb, wieso ich folgende unnachhaltige Produkte nicht mehr benütze

Einwegrasierer

Schon bevor ich mich für Nachhaltigkeit interessiert habe, habe ich „Adieu“ zu diesen fiesen kleinen Plastikdingern gesagt. Damals ist meine Entscheidung auf einen elektrischen Rasierer/Epilierer gefallen, der übrigens ein treuer Begleiter für all meine Reisen gewesen ist.

Noch existiert er immer; falls er aber mal das Zeitliche segnet, fällt meine Wahl bestimmt auf ein Rasierhobel. Diese sind nämlich nicht nur nachhaltiger, sondern verletzen viel weniger die Haut, weil die Klingen schärfer sind als die herkömmliche Billigvariante.

Teure Einwegrasierer von namhaften Marken verhindern vielleicht Letzteres, aber da kann ich gleich das Geld in einen umweltfreundlichen Rasierhobel investieren.

Feuchttücher

Für unterwegs ganz praktisch; aber ein Waschlappen tut denselben Dienst.

Damit die Tücher ihrem Namen gerecht werden, steckt in vielen Produkten eine Menge Chemie. Laut Öko-Test soll sogar ein ganzes Drittel der getesteten Marken durchgefallen sein: Bedenkliche Inhaltsstoffe sind der Grund(Quelle).

Die enthaltenen Konservierungsstoffe sollen das Austrocknen bzw. Schimmeln verhindern. Leider sind aber oft auch Stoffe zu finden, die verdächtigt sind Krebs zu erzeugen und das Erbgut zu verändernd*.

Ich finde sowas gehört nicht in ein Geschäft und schon gar nicht in den Einkaufswagen!

Cremes

Cremes gehören zu den unnachhaltigen Produkten
Ich verwende lieber Öl anstatt herkömmliche Cremes

Wie ich bereits in diesem Beitrag erklärt habe, benutze ich schon seit längerer Zeit nur mehr Öl für meine Hautpflege. Das spart nicht nur viel Plastik und Chemie, sondern auch Geld.
Es reicht ja nicht nur eine Creme: Da gibt es eine für morgens, eine andere für abends, beim Sonnen muss die Dritte her und am Ende schmiert man sich 5 verschiedene auf den Körper.

Mir ist das nicht nur viel zu kompliziert; ich habe auch das Gefühl die meisten Pflegeprodukte werden ihrem Namen nicht gerecht, weil die darin enthaltenen Stoffe der Haut eher schaden. Deshalb glaube ich nicht, dass ich jemals wieder auf konventionelle Cremes umsteige.

Zahnpasta in Tuben

1,5 Milliarden Zahnpastatuben jährlich!

Ich muss mir diese Zahl immer wieder vor Augen führen, weil sie für mich einfach so gigantisch hoch ist, dass ich es selbst kaum glauben kann. Aber nicht nur wegen dem ganzen Müll bin ich auf plastikfreie Alternativen umgestiegen; auch wegen den bedenklichen Inhaltstoffen.

Mehr Informationen dazu erfährst du hier. Zusammenfassend kann ich nur sagen: Sulfate, Fluorid, Konservierungsmittel, Süßungsmittel und Co.

Plastikzahnbürsten

Ich weiß: Auch Zahnbürsten aus Bambus sind nicht das Nonplusultra, weil sie meistens dort produziert werden, wo der Rohstoff wächst…in China. Aber immerhin sind sie kompostierbar; nur der Bürstenkopf muss in den Restmüll.

Falls du eine andere, bessere plastikfreie Alternative weißt, dann her damit! 🙂
Solange ich diese aber nicht gefunden habe, werde ich mich weiterhin von herkömmlichen Plastikzahnbürsten fernhalten und die aus Bambus kaufen.

Herkömmliches Shampoo

Boa, ich möchte gar nicht wissen, wieviele Shampootiegel alleine wegen mir auf dem Müll und später wahrscheinlich im Meer gelandet sind… Und das, obwohl ich schon früh angefangen habe Alternativen auszuprobieren.

Von Roggenmehl zu Backpulver und Natron, über bloß Wasser zu Lavaerde: Gefühlt war alles dabei. Die perfekte Lösung, womit ich meine Haare nur mehr einmal die Woche waschen muss, habe ich aber noch nicht gefunden.

Vielleicht passiert das irgendwann noch, doch wahrscheinlich gibt es sie für mich gar nicht. Es hängt einfach von der Haarstruktur ab, deshalb sage ich immer wieder: Probieren, probieren, probieren!

Flüssigseife

feste Seifen sind viel nachhaltiger als flüssige
Feste Seifen halten länger und kommen normalerweise ohne der ganzen Chemie aus

Auch komplett unnötig ist für mich Flüssigseife geworden. Gleich wie beim Shampoo benütze ich stattdessen einen Block. Früher hätte ich noch gesagt das wäre unhygienisch, doch wie untersucht worden ist, können Bakterien auf glatten Oberflächen nicht übertragen werden.

Im Gegenteil zu festen Seifen enthalten die flüssigen viele Konservierungsstoffe, weil der hohe Wassergehalt das Entstehen von Bakterien begünstigt.
Falls du dich aber vor Seifenblocks ekelst, kannst du dir für zu Hause ja einen eigenen anschaffen, den nur du benützt.

Konventionelles Deo

Noch gut kann ich mich an die Zeit erinnern, wo das enthaltene Aluminium in den herkömmlichen Deos stark kritisiert wurde. Nachher kamen zwar welche ohne den Stoff auf den Markt; das Gefühl etwas Natürliches zu benutzen hatte ich dabei aber immer noch nicht.

Da meine Schweißdrüsen ordentlich Gas geben, hatte ich entsprechend Zweifel nachhaltige Varianten auszuprobieren. Einerseits mochte ich die ganzen Parfums in den konventionellen Produkten nicht, andererseits gaben sie mir ein bisschen Sicherheit, dass man mich nicht schon von einem Kilometer riecht xD

Nach einigem Herumprobieren habe ich dann aber gemerkt: Die nachhaltigen Alternativen fühlen sich viel besser auf der Haut an und manche klappen für mich ebenso gut wie die herkömmlichen Deos.

Periodenprodukte

Ich bin ja großer Fan von meiner Menstruationstasse, wie du in einem meiner vorherigen Artikel bereits gemerkt haben wirst. Sie ist aber nicht die einzige Möglichkeit dem ganzen Plastik ein Ende zu setzen: Hier habe ich dir noch andere nachhaltige Alternativen für die Periode vorgestellt.

Bei mir stand ehrlich gesagt aber gar nicht die Nachhaltigkeit an erster Stelle. Denn auch sie habe ich bevor ich zur Ökotante (xD) wurde gekauft. Ausschlaggebend war das Tragegefühl, dass man sie viel seltener wechseln muss und das finanzielle Ersparnis im Vergleich zu Tampons.

Fazit

Vergiss bei dem Ganzen bitte nicht, dass es sich um Dinge handelt, die ICH nicht mehr verwende. Wenn du sie benützt, damit zufrieden bist und sie mit deinen Prinzipien übereinstimmen, dann GO FOR IT.

Falls du aber auch dabei bist dein Leben nachhaltiger zu gestalten, dann denke an das, was ich am Beginn schon gesagt habe: Lass dir Zeit für die Veränderung und tausche ein Produkt nach dem anderen aus. Alternativen gibt es genug 🙂

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