glücklich sein lernen
Kommentare 0

Kann man glücklich sein lernen?

„Was ist dein größter Wunsch im Leben?“

Wenn man das die Familie, Freunde oder auch andere Menschen fragt, so bekommt man immer zu hören: „Glücklich sein.“
Ok, manchmal ist die Antwort versteckt formuliert. Aber auch hinter dem Streben nach etwas Materiellem (wie z.B. ein Haus, Auto oder Geld) steckt immer die Intention das fehlende Puzzleteil zum Glück zu erhalten.

Es ist also durchaus interessant, dass wir alle nach demselben zu streben scheinen, aber eine andere Meinung haben, wie wir es erreichen. Natürlich hat auch die Werbung ihre Finger im Spiel und wir sind längst beeinflusst von dem „wenn du erst einmal so und so bist oder dies und jenes hast, bist du glücklich.“

Doch schon lange vor solchen Werbeversprechen haben Menschen, wie beispielsweise Buddha versucht Glück zu definieren. Es gab also durchaus schon vor einigen Tausend Jahren, wenn nicht sogar Jahrhunderten das Verständnis von Glück und wohl auch das Streben danach.

Wovon hängt glücklich sein ab?

Glauben wir der Werbung, scheint es auf den ersten Blick ziemlich leicht zu sein: Kaufe einfach jenes Produkt und du wirst glücklich sein. Beim genaueren Hinsehen stellt sich das Ganze aber als never ending story heraus.

Es gibt ja schließlich nicht nur eine Firma, die mit dieser Masche wirbt. Unzählige andere Unternehmen wollen deine Aufmerksamkeit bzw. im zweiten Schritt dein Geld. Damit sich die ganze Industrie verbinden lässt, läuft es wie folgt ab:

Zuerst musst du dir dieses Sportgerät kaufen, das du dir bestenfalls nur umschnallen brauchst, um am nächsten Tag ganz einfach und ohne Mühe Muskeln zu haben.
Dann schreit die nächste Firma: „Nene, du brauchst da schon noch Weight Gainer Pillen, damit möglichst viele Muskeln aufgebaut werden, denn erst wenn du ein Muskelprotz bist, bist du glücklich!“
Im Anschluss sehen die Bekleidungsfirmen ihre Chance gekommen: Jetzt benötigst du natürlich auch noch neue Klamotten, die dein neues Muskel-Ich so richtig zur Geltung bringen.

Immer noch nicht glücklich?

Kein Problem: die nächste Firma wird schon wissen, was dir dafür noch fehlt. Du wirst also immer weitergeschickt, laut dem Motto: Dein Glück ist nur mehr einen Schritt entfernt. Am Ende (manchmal leider am Ende des Lebens) stellen sich diese Weiterleitungen als riesengroße Umleitung heraus: Glücklich wird man so nicht.

Mehr Geld=mehr Glück?

Andere versuchen wiederum anstelle des Aussehens mit etwas Materiellem glücklich zu werden. Natürlich kann man sagen bei einem Haus steht doch vor allem der Gedanke von einer Existenz, von Sicherheit, bei einem Auto von einem Fortbewegungsmittel im Vordergrund usw.

Aber wenn es wirklich nur um das ginge, könnten wir alle in viel einfacheren Behausungen leben, teure Autos mit all ihren Funktionen würden keinen Absatz finden, unsere Telefone wären primitive „Waldfunker“ (wie man es bei uns so schön sagt).

Es ist unser Ego, das die Anerkennung, das Ansehen (und oft auch den Neid) der anderen genießt. Durch materielle Dinge soll ein bestimmter gesellschaftlicher Status erreicht werden, was sich wie bereits weiter oben erklärt, die Werbung zunutze macht: Wenn du xy hast, bist du glücklich.

Um all diese materiellen Dinge kaufen zu können braucht es Geld, was zu dem Glauben führt mehr davon würde mehr Glück bedeuten. Versteh mich nicht falsch: Geld ist eine wunderbare Sache, aber damit glücklich zu WERDEN ist nicht möglich.

Glücklich SEIN anstatt glücklich WERDEN

Das würde nämlich wie bei den vorherigen Dingen bedeuten, nicht im Jetzt zu leben, sondern nach etwas, einem Zustand in der Zukunft zu streben. Da Glück aber unabhängig ist von den äußeren Umständen, kann man nur glücklich SEIN und nicht glücklich WERDEN.

Überlege wieso du erfolgreich, angesehen sein oder bestimmte Dinge haben möchtest. Was glaubst du damit zu erreichen, was dir jetzt noch fehlt?

Eigentlich verrät schon diese Frage, dass solche Wünsche immer irgendwo einen Mangel anzeigen. Da du aber VOLLKOMMENES Bewusstsein bist und nicht dein Ego, weißt du: Das Streben nach Glück ist immer ein Wunsch des Ichs.

Für ein erwachtes Bewusstsein ist Glück nämlich ein BewusstseinsZUSTAND. Glück ist also kein Ziel mehr, sondern ein Ergebnis. Es braucht gar nichts besonderes mehr passieren, du BIST einfach glücklich.

Auch du kannst ein Glücksmagnet sein

Glücklich sein ist kein Zufall
Glück ist kein ZuFALL: Es fällt einem nicht einfach irgendwie irgendwann zu; man verursacht es oder nicht

Bei allem im Leben sind wir die Verursacher, die Schöpfer. So auch beim Glück. Nicht umsonst heißt es „du bist deines Glückes Schmied.“ Glaubst du es sei total schwierig und würde lange dauern bis man glücklich ist, so wird sich das exakt so in deiner Wirklichkeit bestätigen.

Wenn du aber die entsprechenden Ursachen setzt, kannst du genauso Glück magisch anziehen, also zum Glücksmagneten werden.

Das bedeutet unter anderem all das loszulassen, bei dem du nicht glücklich bist. Egal ob Verhaltensmuster, Gefühle, Beziehungen, Dinge: Frage dich bei allem, ob es mit deinem Sosein übereinstimmt oder nicht.

Dazu gehört auch Tätigkeiten aufzugeben, die nicht dem Weg deiner Freude entsprechen. Folge deiner wahren BeRUFung, deinem Seelenweg. Vielleicht taucht in dir die Frage auf: „Wie finde ich heraus was das ist?“

Nehmen wir als Beispiel den Beruf: Auch wenn du noch in der Illusion des Ichs lebst, kannst du bestimmt wahrnehmen, ob du Freude empfindest jeden Tag dafür aufzustehen und ihm nachzugehen oder ob es ein „Ich muss das machen, weil…“ ist.

Wir folgen ja nicht ohne Grund Dingen, die uns nicht entsprechen. Als noch identifiziertes Ich (er)leben wir unsere Glaubenssätze als Realität; der Verstand macht uns weis wir müssten das und jenes tun und schöpft aus seinem vielfältigen Repertoire an Erklärungen.

Die Frage lautet also: Möchtest du dein Ich glücklich machen oder dich selbst?

Bist du bereit glücklich zu sein?

Damit das ganze hier nicht nur ein Text aneinandergereihter Wörter ist und für dich vielleicht nur eine weitere Art von Informationsüberflutung darstellt, kommen wir nun zur Umsetzung.

Wie gesagt kannst du dich jederzeit entscheiden glücklich zu sein. Auch jetzt.

„Aber die Kinder vom Nachbarn schreien die ganze Zeit. Ich höre es bis hier in meine Wohnung!“ „Aber die Waschmaschine ist schon wieder kaputt und die Rechnung vom letzten Monat ist auch noch nicht bezahlt!“
„Aber ich muss für die Schule lernen und habe 0 Bock drauf!“

So oder so ähnlich könnte dein Verstand auf den Versuch jetzt glücklich zu sein antworten. Das sind aber die ganz normalen Probleme des Ichs. Wenn du wirklich bereit bist glücklich zu sein, dann können dich solche Umstände gar nicht mehr dran hindern.

„Bist du bereit AB DIESEM AUGENBLICK glücklich zu sein?“ Wenn darauf ein BEDINGUNGSLOSES „Ja“ kommt, kann das Leben gar nicht anders als dir Situationen zu schicken, bei denen du glücklich bist. Denn dann kann dich ja nichts, kein Umstand daran hindern es nicht zu sein.

Fazit

Bereits Buddha hat erkannt: Es gibt keinen Weg glücklich zu sein. Glücklich zu sein ist der Weg.

Vielleicht schaffst auch du es, dir das immer wieder mal bewusst zu machen und aufzuhören in der Illusion des Ichs zu verharren und glücklich WERDEN zu wollen. Vergiss nicht: Alle Umstände sind AufGABEN 🙂

Gerne verlinke ich wieder auf den wunderbaren Herrn Tepperwein, der für mich immer wieder eine Quelle zahlreicher Weisheiten darstellt.

Werbung, unbezahlt

WIE HAT DIR DER BEITRAG GEFALLEN?
[Abstimmungen: 0 Durchschnitt: 0]

Schreibe eine Antwort