Meditieren hat zahlreiche positive Auswirkungen
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Warum Meditation viel mehr als nur stillsitzen ist!

Einfach nur SEIN.

Als SELBST die Welt erleben und das ICH beobachten.

Hast du jemals die Illusion des Ichs erkannt? Oder gehörst du auch zu den vielen, die in der Endlosschlaufe des Egos, der Gedanken des Verstands hängen? Die sich damit identifizieren, als wären sie es SELBST? Und damit VERSTÄNDlicherweise die ganz normalen menschlichen Probleme kreieren?

Wahrscheinlich bist du nicht alleine da draußen, dem/der es so geht. Mich eingeschlossen. Wie ich dir schon erklärt habe, braucht es eigentlich gar keine Schritte, um zur Erkenntnis zu kommen grenzenloses Bewusstsein zu sein.

Trotzdem sind viele so sehr mit dem Verstand identifiziert, dass es wahrscheinlich hilfreich ist, erstmal ein paar Zwischenschritte einzulegen. Die Meditation kann dir dabei helfen zuallererst überhaupt mal den Verstand, seine Gedanken auszumachen und für eine bestimmte Zeit Beobachter zu sein.

Das tolle ist, dass du die Intensität, Art und Technik frei wählen kannst. Somit ist Meditation immer individuell auf dich abgestimmt.

Was ist Meditation?

Ich würde es als Praktizieren von Geistesübungen bezeichnen, mit der du verschiedene Bewusstseinszustände erreichen kannst. Meditation kann dir dabei helfen, frei von jeglichen Gedanken zu werden, zur Ruhe zu kommen und das Selbst zu erkennen.

Es ist nicht klar, wie lange Meditation genau existiert. Die Ursprünge sollen auf den Süden von Indien (Drawidien) zurückzuführen sein, wo die Technik vor 13.000 Jahren entstanden sein soll (Quelle). Andere meinen wiederum, Buddha mit dem darauf fußenden Buddhismus, habe das Meditieren erfunden.

Über die Herkunft mag man sich also streiten, über die Wirkung aber nicht. Jeder der schon mal meditiert hat, wird die positiven Effekte bestätigen können. Doch dazu später mehr.

Die verschiedenen Arten-Für jeden was dabei

Wahrscheinlich gibt es so viele Meditationsarten und -techniken, dass sie gar nicht alle in einem Artikel erklärbar wären. Ich beschränke mich hier auf die wesentlichen, weil ich glaube, dass eine ellenlange Aufzählung weder dir noch mir was bringen würde.

Das Bild vom Meditieren, das wahrscheinlich du und viele andere im Kopf haben, entspricht dem des Stillsitzens, also der körperlich passiven Meditation. Es gibt aber viel mehr Arten. Grob kann man zwischen der körperlich aktiven und körperlich passiven Meditation unterscheiden.

Körperlich aktive Meditation

Dabei spielt Bewegung eine Rolle, die in die Meditation eingebunden wird. Vor allem für Menschen, die sonst wenig sportlich aktiv sind, kann sie eine tolle Abwechslung bieten. Je nach Art kann sie auch gut in den Alltag integriert werden:

Gehmeditation

Vielleicht hast du bereits das Spazierengehen für dich entdeckt. Wenn das der Fall ist, dann kannst du daraus beim nächsten Mal ganz einfach ohne zusätzlichen Zeitaufwand eine Gehmeditation machen.

Lenke dazu gezielt deine Aufmerksamkeit auf die Bewegung: Beobachte, wie sich das Bein anhebt, welche Stellen des Körpers beansprucht werden, welche Gedanken der Verstand produziert.

Immer wenn du ins Ego, in den Verstand abdriftest, kannst du zurück in die Wahrnehmung, ins Beobachten kommen. Das mag anfangs vielleicht ein wenig Konzentration brauchen, weil wir es gewohnt sind, ständig mit dem Ich identifiziert zu sein.

Das Gute ist aber: Du kannst selbst entscheiden, ob du nur ein paar Minuten oder auch eine Stunde meditierst.

Yoga

Yoga ist auch eine Art von Meditation

In den letzten Jahren ist ein regelrechter Boom um Yoga entstanden. Es ist aber weit mehr als nur körperliche Betätigung. Yoga hilft nämlich Körper und Geist zu vereinen und das Bewusstsein zu erweitern.

Auch beim Yoga selbst gibt es wieder zig verschiedene Arten: Das ruhig passive, dynamisch fließende, das heiße Yoga, usw. Im Internet sind bereits viele Tutorials zu finden, wobei ich jedoch einen Kurs bei einem/r Yogaleiter/in empfehle. Wichtig ist nämlich nicht nur die korrekte Ausführung der Übungen, sondern auch die richtige Atmung.

Tantra

Zurückzuführen ist Tantra auf den Hinduismus und Buddhismus. Es geht dabei nicht nur um reine sexuelle Praktiken, wie hierzulande häufig vermutet wird. Vielmehr ist es eine Verbindung zwischen Meditation und Sexualität.

Sexualität wird hierbei als Weg zur Urquelle der Lebenskraft angesehen. Spezielle Tantratechniken sollen zu ekstatischen Erfahrungen während der sexuellen Vereinigung führen. Insgesamt soll dies spirituelles Erwachen verursachen.

Tantra ist also weniger etwas zum Selbstausprobieren, sondern sollte vielmehr unter Anleitung einer entsprechend ausgebildeten Person erkundet werden.

Körperlich passive Meditation

Bestimmt hast du schon vom Lotus- oder Schneidersitz gehört. Es sind die wohl üblichsten Positionen für körperlich passive Meditation. Beim stillen Sitzen wird dabei durch unterschiedliche Techniken ein Zustand von Gedankenlosigkeit und Entspannung herbeigeführt.

Ruhe-, Konzentrations- und Achtsamkeitsmeditation

Als ich mit dem Meditieren begonnen habe, ist meine Wahl auf die Ruhemeditation gefallen. Der Einstieg ist relativ simpel: Du wählst einen bequemen Sitz (oder liegst auf dem Boden), und gibst die Hände offen auf deine Oberschenkel (oder legst sie neben den Körper).

Immer wenn Gedanken aufkommen, versuchst du sie vorbeiziehen zu lassen und dich weiter in die Leere zu vertiefen.
Bei der Konzentrationsmeditation fokussierst du dich stattdessen auf etwas bestimmtes, z.B. die Atmung oder ein Mantra. Du kehrst also immer wieder zu deiner Atmung zurück, wenn du abdriftest.

Meditation kann die dabei helfen dein Selbst zu erkennen

Momentan übe ich mich aber in der Achtsamkeitsmediation: Dabei bist du der Beobachter und schaust auf deine Gedanken, Gefühle oder was sonst so da ist. Du verlässt also die Illusion des Ichs und somit auch die Bewertungen des Verstands. Ziel ist Erkenntnis, dass du grenzenloses Bewusstsein bist.

Bodyscan

Bodyscan gehört zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR=mindfulness based stress reduction) und kann somit eigentlich auch zur Achtsamkeitsmeditation gezählt werden.

Wie der Name schon sagt, wird dabei der Körper gescannt: Das Bewusstsein wird von einem Körperteil auf das nächste gelenkt, z.B. vom Zeh zum Fußknöchel, Becken, usw. Du lernst dadurch deinen ganzen Körper und seine Empfindungen wahrzunehmen und ihn generell besser zu beobachten.

Denn mal ehrlich: Wie oft lenkst du deine Aufmerksamkeit bewusst auf den linken Zeh oder das Handgelenk? Wie oft hörst du auf die Signale des Körpers?

Geführte Meditation

Auch diese Art von Meditation ist im Internet und auf YouTube weit verbreitet. Besonders für Anfänger kann es schwierig sein, sich NICHT mit seinen Gedanken zu identifizieren. Deshalb eignen sich geführte Meditationen gut für den Einstieg.

Du wirst dabei von einer Stimme in einer Audio (oder auch von einem Meditationsleiter) angeleitet. Je nach Thema kann der Fokus auf mehr Selbstliebe, Selbstwert, Heilung, Entspannung, aber auch Erfolg, Reichtum, ungünstige Gewohnheiten ablegen, etc. liegen.

Transzendentale Meditation

Transzendentale Meditation für mehr Ruhe und Gedankenfreiheit

Die Bezeichnung mag ein wenig erschreckend klingen, falls du dir darunter überhaupt etwas vorstellen kannst. Transzendentale Meditation ist eine markenrechtlich geschützte Meditationstechnik. Ausgebildete Lehrer teilen dir dabei dein persönliches Mantra mit, mit dem du zweimal täglich 20 Minuten meditierst.

Möchtest du also erstmal nur für dich meditieren und keinen Kurs besuchen, ist transzendentale Meditation nicht dafür geeignet.

Fazit

Auch wenn du vielleicht (noch) nichts mit Spiritualität anzufangen weißt, so glaube ich, kann dir Meditation im Alltag in vielfältiger Weise helfen. Denn egal für welche Art du dich entscheidest: Mehr Ruhe, Gelassenheit, Gedankenfreiheit und Entspannung können wir doch alle in unserem hektischen Alltag brauchen.

Auch wissenschaftlich sollen die positiven Auswirkungen bewiesen sein. Wichtig ist die regelmäßige Ausführung und eine Meditationsart, bei der du dich wohl fühlst. Ich habe mal gehört, dass tägliches Meditieren von 15 Minuten sogar denselben Effekt wie ein Urlaub haben kann.

Meiner Meinung nach sollte ja bereits in den Schulen meditieren gelehrt werden. Viel zu wenigen ist nämlich bewusst, dass sie selbst Schöpfer ihres Lebens sind. Dass sie viel mehr als die Gedanken im Kopf sind und dass sie als grenzenloses Bewusstsein alles manifestieren können.

Welche Art von Meditation hast du bereits ausprobiert und was sind deine Erfahrungen damit? Oder ist dir das Thema komplett fremd? Schreib mir gerne deine Meinung dazu in die Kommentare!

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2 Kommentare

  1. Unwissender

    Soll man sich immer eine bestimmte Zeit aussuchen oder ist das egal, spielt nur die Regelmäßigkeit eine Rolle? Und spielt die Tageszeit eine Rolle, also zum Beispiel Dunkelheit und Licht? Oder die Tätigkeit vor dem Meditieren? (zum Beispiel Essen oder Sport?)

    • Ich meditiere immer morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen. Du kannst aber auch tagsüber (z.B. bei der Arbeit oder beim Lernen) eine Auszeit nehmen, um z.B. den Kopf freizubekommen, Stress abzubauen und nachher konzentrierter zu sein. Es kommt also ein wenig auf deine Intention an: Ich nutze Meditation beispielsweise um meinen Verstand zu beobachten, was auch am Tag gut machbar ist. Schaue da einfach was sich richtig für dich anfühlt; auch ob Dunkelheit oder Licht 🙂

      Um anfangs weniger abgelenkt zu sein, kann es nützlich sein keinen Lärm in der Nähe zu haben, das Zimmer vorher gut zu durchlüften und keinen vollen Magen zu haben. Im Endeffekt kannst du das aber auch als gute Übung nehmen: Z.B. die Geräusche während dem Meditieren einfach wahrzunehmen und nicht zu bewerten.

      Du siehst: Alles kann nichts muss 🙂 Auf alle Fälle viel Spaß beim Ausprobieren!

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