Nachhaltig leben und dabei sparen ist möglich
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Nachhaltig leben: Mit diesen 9 einfachen Tipps schaffst du es

Ich hatte mal eine Diskussion mit einem Bekannten über Nachhaltigkeit. Er war davon überzeugt, dass viele Menschen nachhaltiger leben würden, hätten sie das nötige Geld dazu. Ich möchte dir aber heute beweisen, dass nachhaltig leben weder schwierig noch teuer ist. Du kannst dabei sogar Geld sparen!

Klar: Qualität kostet. Doch Nachhaltigkeit hat nicht nur mit hochwertigen Produkten zu tun. Ich glaube es kommt viel mehr auf den Wille und das Bewusstsein an, als auf das Geld.

Wir erledigen nämlich sehr viele Dinge im Alltag unbewusst. Die meisten Menschen sind sich der Auswirkung ihrer Handlungen nicht klar. Du denkst, du kannst als einzelner eh nichts verändern? Dann mache dir folgendes Zitat bewusst:

“Was kann einer schon allein erreichen?“ dachte sich die halbe Menschheit.

Was bedeutet nachhaltig leben?

Die Frage habe ich inklusive dem 3-Säulen-Modell ausführlich hier erklärt. Ganz kurz gesagt, geht es bei Nachhaltigkeit darum, nicht mehr zu verbrauchen, als wieder entstehen kann. Du solltest also bei deinen Handlungen und Entscheidungen nicht nur den Moment im Kopf haben. Wichtig sind auch welche Folgen sie für die Zukunft (u.a. nächste Generationen) haben.

Zur Nachhaltigkeit gehört auch die Natur zu schonen, ein achtsamer Umgang mit Ressourcen, auf soziale Aspekte zu achten (wie geht es den Mitmenschen durch meine Entscheidungen) und ökonomisch zu handeln. Doch wie kannst du nun nachhaltig leben?

ERNÄHRUNG

Kaufe auf den Markt ein

Bestimmt gibt es in deiner Nähe auch einen Bauernmarkt oder die Möglichkeit direkt bei einem Hof Lebensmittel zu kaufen. Da schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • du unterstützt die Regionalität, was einmal wegen den kurzen Lieferketten optimal ist und zusätzlich den Leuten vor Ort hilft, weil du ihre Arbeit förderst
  • das Gemüse/Obst ist saisonal, weil du nur das bekommst, was gerade auf dem Feld wächst. Somit hat es auch keine -nennen wir es mal- Gewächshaus-Erfahrungen gemacht, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt
  • du kannst problemlos mit wiederverwendbaren Tüten oder einen Korb, anstatt Plastiktüten einkaufen (verwende auch im Supermarkt möglichst nochmals benutzbare Tüten)
  • die Lebensmittel schmecken besser, weil sie normalerweise qualitativ hochwertiger sind

Koche selbst

Da weißt du einerseits was drin ist und kannst entscheiden woher du die Zutaten beziehst. Andererseits vermeidest du den ganzen Verpackungsmüll von geliefertem Essen (und evtl. von den Lebensmitteln, wenn du in einem Unverpackt-Laden einkaufst).

Mutiere zum Veganer

Ne Spaß xD Du musst natürlich nicht auf Fleisch und Co. verzichten, um nachhaltig zu leben. Du solltest dir aber bewusst sein: Die Fleischindustrie verbraucht eine Menge an Ressourcen und ist durch den grausamen Umgang mit den Tieren alles andere als sozial.

Wenn du schon diese Lebensmittel zu dir nimmst, betrachte sie bitte als Genussmittel. Kaufe nicht wahllos irgendwelche toten Tiere, sondern achte, dass sie wenigstens ein schönes Leben hatten. Du wirst die Qualität auch schmecken; glaub mir.

ZU HAUSE

Ökologisch waschen

Wasche nur, wenn die Maschine voll ist. Die Waschmittel sind heutzutage so stark, dass die Wäsche schon bei geringer Temperatur sauber wird (40° reichen!). Oft sind Kleidungsstücke nur verschwitzt und nicht wirklich schmutzig, sodass ein kurzes Waschprogramm genügt.

Verwende alternative Waschmittel, anstatt den Chemiekeulen. Efeu, Birkenblätter und Kastanien enthalten z.B. von sich aus Saponine. Wie das Waschen damit funktioniert, findest du hier. Auch Waschnüsse oder Waschkugeln sind tolle Alternativen zu den herkömmlichen Waschmitteln.

Bestenfalls besitzt du keine Klamotten aus synthetischen Fasern (Polyester, Polyamid, Elasthan, Polyacryl, Viskose, Nylon,…). Bei diesen Materialien reiben sich nämlich beim Waschgang kleinste Teilchen ab. Das Mikroplastik gelangt dann in unsere Gewässer und verschmutzt die Umwelt.

Damit das verhindert wird, gibt es kleine Waschbeutel, die du während dem Waschen in die Maschine gibst. Sie halten abgebrochene Fasern und Mikroplastik zurück; diese sollten dann über den Restmüll entsorgt werden. Ich finde das Konzept einfach genial, habe es selbst aber noch nicht probiert.

Weniger Wasser verbrauchen

Nachhaltig leben heißt auch Wasser sparen

Es ist so simpel und doch wird es oft vergessen: Versuche das Wasser nicht die ganze Zeit laufen zu lassen. Stelle während dem Duschen beim Einseifen den Wasserhahn ab, ebenso während dem Zähneputzen.

Ich bin vor gut 2 Jahren in Australien gewesen (würde ich mir heute aus ökologischer Sicht sehr gut überlegen); dort ist das Wasser oft knapp. Damals habe ich den Umgang mit dieser wertvollen Ressource gelernt. Bei einem Segeltrip durften wir beispielsweise nur 1 Minute lang das Wasser laufen lassen. Ich kann euch sagen: Man wird trotzdem sauber!

Was auch eine Menge Wasser spart, ist sich zu duschen, anstatt sich zu baden. Im Vergleich: Für ein Vollbad braucht es 180l Wasser, bei einer 5-minütigen Dusche 60l. Viele unterschätzen diese riesigen Wassermengen. Nicht nur Wassertechnisch gesehen ist es nicht sinnvoll jeden Tag duschen/baden zu gehen. Auch für deine Haut ist das nicht empfehlenswert!

Putzmittel selbst machen

Wie auch beim Waschen, gibt es hier zahlreiche natürliche bzw. weniger chemische Varianten. Diese schonen Umwelt und Geldbeutel. Die meisten sind in der Herstellung sehr einfach und es braucht wenige Zutaten.

Falls du aber nicht auf eigene Experimente stehst: Viele herkömmliche Putzmittel sind überflüssig. Es braucht nicht 10 verschiedene; ein Allzweckreiniger, Spülmittel, Scheuermilch und ein Sanitärreiniger reichen!

Meistens braucht es statt den ganzen Chemiekeulen nur ein bisschen mehr Körpereinsatz. Grundsätzlich solltest du auf Putzmittel mit Gefahrenzeichen verzichten. Diese bedeuten nämlich, dass eine Menge Chemie enthalten ist.

Der Standby-Modus ist out

Schalte deine Geräte immer ganz aus! Vor allem über Nacht ist es wichtig auch deine elektronischen Geräte schlafen (und nicht nur schlummern) zu lassen. Bestenfalls sorgst du dafür, dass sie außerhalb deines Schlafzimmers liegen. So kommst du auch nicht in Versuchung, abends vor dem Schlafen gehen, noch “kurz“ (ääh waren wohl doch 2 Stunden?) vor dem Bildschirm zu verbringen.

Der Standby Modus ist aber nicht nur wegen dem Stromverbrauch zu vermeiden. Er kann ernsthafte Folgen haben: Die Geräte können durch den ständigen Betrieb nämlich überhitzen, was schlimmstenfalls zu Bränden führt!

UNTERWEGS

Kaffee ist Kult?

Ich brauche dir denke ich nicht erzählen, dass Coffee to go nicht gerade nachhaltig ist. Kaffee an sich ist schon mal nicht regional. Namhafte Ketten verwenden normalerweise auch keinen fair produzierten Kaffee. Zusätzlich kommen noch die Einwegbecher.

Es gibt also genug Gründe, GENERELL KEINEN KAFFEE zu trinken. Zu Hause kannst du auf Filterkaffee umsteigen; im Vergleich zu den Kapseln spart dieser eine Menge Abfall. Unterwegs ist ein wiederverwendbarer Becher fast schon ein Muss.

Zu faul zum Kochen?

Take-away ist für stressige Zeiten oder bequeme Menschen die Alternative. Leider aber nicht für die Umwelt. Wie bereits geschrieben, entstehen Unmengen an Verpackungsmüll bei geliefertem Essen.

Nachhaltiger ist es, wenn du dich wenigstens aufraffen kannst, das Essen selbst abzuholen. Denn dann kannst du deine eigenen Frischhalteboxen mitnehmen und sie befüllen lassen. Viele bieten diese Option an; nachfragen lohnt sich.

Fazit

Wir alle können mit kleinen Schritten für eine nachhaltigere Welt beitragen. Es sind die unbedeutsam erscheinenden Dinge im Alltag, die schlussendlich Stück für Stück zum Wandel beitragen.

Wie du gesehen hast, muss ein nachhaltiges Leben auch nicht teuer sein. Wobei wir generell dazu tendieren, Sachen als wertvoller anzusehen, wenn wir mehr dafür bezahlt haben. Vielleicht ist es also gar nicht so schlecht, dass Qualität kostet.

Ich finde aber wichtig an unserer Wertschätzung zu arbeiten. Denn auch wenn etwas nicht viel gekostet hat, solltest du es doch so behandeln, dass es möglichst lange hält. Das gehört auch zur Nachhaltigkeit.

Verurteile aber keine Menschen, die nicht so leben, wie du es für richtig hältst. Gehe besser mit gutem Beispiel voran und inspiriere andere mit deiner Lebensweise.

Welche Dinge machst du schon, um nachhaltig zu leben und was würdest du noch gerne verbessern?

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