Das Spiegelgesetz für sich nutzen
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Wie du die verborgene Kraft des Spiegelgesetzes nutzt

Wie oft habe ich mich gefragt, warum mich die anderen denn nicht verstehen. Warum sie nicht einsehen, dass meine Aussage viel stimmiger als ihre ist. Oder warum sie bestimmte Kommentare abgeben, warum sie Menschen nicht einfach so akzeptieren können, wie sie sind.

Mir war es unverständlich, wenn mein Gegenüber mich nicht ausreden lässt, wenn er mich nicht beachtet oder noch schlimmer: Wenn er gar nicht mehr aufhört zu quasseln und mich so nicht zu Wort kommen lässt. Ich konnte mir nicht erklären, warum mich andere so behandeln, so wie sie es tun.

Bis ich erkannt habe: Es liegt gar nicht an ihnen. Das Spiegelgesetz ist das Geheimnis!

Nur du kannst die Veränderung für dich sein

Ich wollte immer, dass sich die anderen verändern. Warum können sie nicht ihre Vorurteile ablegen? Warum zeigen sie nicht mehr Verständnis? Warum reagieren sie nicht anders? Warum achten sie nicht auf die Umwelt und versuchen keinen Müll zu produzieren? Warum reflektieren sie nicht ihre Handlungen?

Warum, warum, warum… Ich könnte die Liste noch lange fortführen, doch im Endeffekt lief es immer auf Folgendes hinaus: Wäre mein Umfeld anders, dann würden zahlreiche Probleme gar nicht erst entstehen.

So -oder so ähnlich- habe ich früher gedacht. Ich wollte nicht wahrhaben, dass das Äußere eine Reflexion meines Inneren ist. Die ganze Zeit habe ich geglaubt, dass eine Veränderung nicht von mir ausgehen muss, sondern von den Leuten, der Welt um mich.

Doch nicht sie müssen sich verändern; nur ich selbst kann einen Wandel einleiten. Denn das, was um mich geschieht ist ein Spiegel. Sobald ich den bildlichen Vergleich wachgerufen habe, erschien es mir logisch: Ich kann nicht mein Spiegelbild zum Lächeln bringen, wenn ich nicht selbst lächle.

Wie im Innen, so im Außen

Alles im Universum ist miteinander verknüpft. Wir sind alle eins und trotzdem aufgeteilt in winzigen Einzelheiten (Individuen), damit wir das große Ganze von allen erdenklichen Seiten erfahren können.

Wir sind alle eins, aufgeteilt in Individuen

So dient unsere Umgebung dazu, besser zu uns zu finden, uns selbst zu erkennen. Wir erfahren uns sozusagen gegenseitig. Durch das Vorhalten des Spiegels, können wir uns unser Verhalten, unsere Ängste bewusst machen.

Konkret bedeutet das: Wenn du dich, wie ich, beispielsweise nicht angenommen fühlst, dann frage dich, ob du dich selbst annimmst? Wenn du dich von den anderen nicht verstanden fühlst, schau, ob du dich selbst verstehst? Wenn du dich nicht geliebt fühlst, spüre ich dich hinein, ob du dich selbst liebst?

Das Prinzip lässt sich auf unzähligen (ich würde sogar sagen ALLEN) Situationen übertragen. Hast du (vielleicht auch momentan unterbewusst) Existenzängste, Angst vor Krankheiten, Geldmangel, Singledasein,… zeichnet sich dies im Außen als Realität ab.

Wie kann ich eine Veränderung bewirken?

Du musst dir zuerst immer wieder bewusst machen: Die vermeintlichen Probleme in deinem Leben sind in Wahrheit Chancen für deine Weiterentwicklung, weil sie dir eben deine Ängste und Glaubenssätze spiegeln. Dir wird aber vom Universum immer nur so viel zugetraut, wie du auch schaffen kannst.

Sicher ist dir schon mal aufgefallen, dass manche Situationen immer und immer wieder auftreten. Das hat seinen Grund: Du behältst nämlich immer den freien Willen, ob du dich deinen Ängsten (die sich im außen als “Hindernisse“ zeigen) jetzt stellst oder erst später.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten deinen Ängsten zu begegnen: Gehst du sie wieder mit Angst an, verstärkt sich die Furcht. Begegnest du ihnen mit Wut, wird der Zorn immer größer, kämpfst du dagegen an, vergrößert sich der Widerstand usw.

Nimmst du sie aber liebevoll an, maximiert sich deine Liebe 🙂

Bist du innerlich liebevoll, ziehst du durch das Spiegelgesetz auch Liebe im Außen an

Du siehst: Es kommt auf deine Einstellung, deine Emotionen an. Im Umkehrschluss heißt das: Willst du dein Spiegelbild ändern, muss sich deine innere Einstellung ändern. Das ist theoretisch ganz simpel, doch in der Praxis braucht es normalerweise Geduld und Zeit.

Oft sind es nämlich tief verankerte Glaubenssätze aus der Kindheit, die zu deinem Glaubensmuster geführt haben. Vielleicht hast du Sätze gehört, wie: „Geld verdirbt den Charakter“, „Beziehungen sind kompliziert“ oder hast unterschwellig das Gefühl vermittelt bekommen, für Geld muss man etwas tun, das sich wie Arbeit anfühlt.

Als Kind kannst du solche Aussagen nicht hinterfragen, du nimmst sie als Realität an. Und immer, sobald Situationen auftreten, wo sich die Sätze bewahrheiten, prägen sich diese als Wahrheit tiefer und tiefer in dein Gedächtnis ein.

Arbeitest du die Glaubenssätze nicht auf, ziehst du durch ihnen im Außen Entsprechendes an: Sei es, dass du unter Geldmangel leidest, keine erfüllende Partnerschaft führst, beruflich das machst, was dir eigentlich gar nicht gefällt.

Ich habe dir bereits gesagt, dass es Geduld und Zeit braucht, um diese Glaubenssätze zu transformieren. Das Gute ist aber: Es ist möglich! Wie, verrate ich dir im nächsten Absatz 🙂

Glaubenssätze aufbrechen

Bewusstsein ist der erste Schritt, um deine alten Denkmuster loszulassen bzw. sie zu überschreiben. Dazu musst du dich gut im Alltag beobachten, deine Trigger kennen.

Vielleicht bist du besonders impulsiv und dich treiben bereits Kleinigkeiten zur Weißglut. Oder du fühlst dich verletzt, weil einer deiner Mitmenschen eine bestimmte Aussage gemacht hat. Oder du fühlst dich überfordert, weil jemand deine Grenzen nicht kennt und so zu viel von dir verlangt.

Am besten schreibst du dir die Sätze/Situationen schriftlich auf und -GANZ WICHTIG!- was du dabei fühlst. Das kann dann z.B. so aussehen: Heute auf der Arbeit hat meine Vorgesetzte zu mir gesagt, ich solle bis Montag auch Datensatz XY analysieren. Ich habe zwar ja gesagt (was soll ich als Angestellte auch sonst sagen), aber das ist doch eigentlich die Aufgabe meiner Mitarbeiterin? Warum muss ich das machen? Ich habe ja sonst schon so viel um die Ohren!

Wenn du die Situation dann in Ruhe nochmals durchliest oder vor deinem geistigen Auge abspielst, erkennst du oftmals schon viele Verhaltens- und Denkmuster. In dem Fall könnten das sein:

  • „Ich bin meiner Vorgesetzten unterworfen“
  • „Ich muss den Anweisungen meiner Vorgesetzten Folge leisten“
  • „Ich darf meine (körperlichen und mentalen) Grenzen nicht abstecken“
  • „Ich bin wehrlos“

Sich die Glaubenssätze bewusst zu machen kann unangenehm sein. V.a. weil man dann oft die Opferrolle (der andere hat Schuld, weil ja mit mir unfreiwillig was gemacht wird) verlassen muss. Oft glaubt man nämlich die Intention des anderen zu wissen, schätzt diese aber aufgrund seiner Glaubenssätze anders ein als der Gegenüber („der Täter“).

Klar: Manche Situationen kann man nur bedingt steuern, aber meistens hilft es, seine Gefühle dem anderen neutral (z.B. ohne Wutausbruch) zu kommunizieren. Denn der Gegenüber sieht-wie bereits gesagt- die Situation häufig anders.

Vielleicht wäre es beispielsweise für die Vorgesetzte gar kein Problem, wenn nicht du die Aufgabe übernehmen würdest: Sie weiß vielleicht gar nicht, dass du schon an einem Projekt dran bist. Wenn du ihr klarmachen würdest, dass du deine Sache zuerst gewissenhaft beenden möchtest, ist das ja auch in ihrem Interesse.

*Schau doch mal bei diesem Beitrag vorbei. Da gehe ich mehr auf die Umpolung deiner Glaubenssätze ein.

Fazit

Eine Veränderung in bei sich (und somit auch im Außen) zu bewirken, heißt immer aus der Komfortzone herauszutreten. Es ist nicht leicht Gefühle anzusprechen, sich eigenen Mustern klarzuwerden und Schwächen einzusehen. Einfacher ist es immer, die Schuld auf andere zu schieben und sie verändern zu wollen.

Ein dazu passendes Sprichwort möchte ich dir nicht vorenthalten. Ich habe es bereits vor langer Zeit gehört und es hat sich bei mir bis jetzt immer als sinnvoll erwiesen: „Sei du selbst die Veränderung die du dir für die Welt wünschst.“

Du wirst sehen: Nimmst du das Zitat als Lebensmotto an, kannst du Schritt für Schritt näher zu deinen Zielen wie Glück, Friede, Harmonie,… finden. Du brauchst dann gar nicht mehr auf die Veränderung von deinen Mitmenschen/Umgebung warten. Sie kommt von selbst.

Inwiefern kannst du das Spiegelgesetz in deinem Leben beobachten? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Wenn dir der Beitrag gefallen hat, würde ich mich über deine Bewertung freuen 🙂

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