Wir sind Gott spirituell
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Wir sind Gott-Warum das für den Verstand unbegreiflich ist

„Wer bin ich?“ und „Woher komme ich?“
Fragen wie diese scheinen die Menschen in der jetzigen Zeit genauso wie vor abertausenden Jahren zu beschäftigen; egal welcher Lebensphilosophie sie angehören.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ihnen auf den Grund zu gehen. Die Religionen, die Spiritualität und die Wissenschaft haben beispielsweise allesamt unterschiedliche Ansätze. In unserer vom Verstand geprägten Welt hat sich aber vor allem Letztere durchgesetzt.

Mit etwas nicht Greifbarem wie beispielsweise Gott als Ursprung kann der Verstand nämlich nichts anfangen. Er braucht logische, auf Argumenten basierte Erklärungen (die ihm die Wissenschaft liefert). Da scheint ihm die Theorie mit dem Urknall doch viel überzeugender.

Vielleicht sind diese Fragen aber gar nicht mit dem Verstand erklärbar?

Wie der Verstand die Macht übernommen hat

Werfen wir einen Blick auf die Evolution wird klar: Nicht immer hat sich alles um den Verstand bzw. den Kopf gedreht. Als sich die Menschen noch auf allen Vieren fortbewegt haben, hat sich dieser auf gleicher Höhe mit der Hüfte befunden.

Erst mit dem aufrechten Gang ist der Kopf also an die oberste Stelle gerückt und zum Haupt geworden. Das Herz- und Bauchzentrum hat er sich dabei zu untertan gemacht; die Intuition musste seiner intellektuellen Macht weichen. Das war der Beginn der Vernunftsherrschaft.

Die Wahrnehmung hat sich nun überwiegend im Kopfbereich abgespielt: Mit Augen, Ohren, Nase und Geschmack war es möglich ein breites Spektrum an Informationen zu erfassen. Damit diese auch verarbeitet werden konnten, musste nun auch das Gehirn wachsen: Somit wurde es zur Großmacht im Körper.

Doch auch bei den Sinnen hat sich schließlich einer ganz besonders herausgebildet: Der Sehsinn. Mit der Aufrichtung des Gangs sind die Augen nämlich von allen Sinnesorganen an die höchste Stelle gerückt.

Daraufhin konnte über sie eine große Bandbreite an Informationen aufgenommen werden, was sich auch heute nicht geändert hat: Der Sehsinn liefert bis zu 80 Prozent der Informationen über die Außenwelt und beschäftigt ein ganzes Viertel des Gehirns (Quelle)!

Der Trugschluss der Objektivität

Viele sind aber noch mit dem Ich, mit dem Körper identifiziert. Dadurch glauben sie, dass das Gesehene die Wirklichkeit sei. All das, was uns umgibt kann jedoch beliebig interpretiert und gesehen werden.

Nehmen wir als Beispiel einen Baum: Materie ist nichts anderes als verdichtete Energie, so auch der Baum. Die meisten von uns werden aber am Glauben festhalten er sei ein pflanzliches Lebewesen mit einem großen/kleinen/dicken/dünnen Stamm und Blättern/Nadeln in dieser oder jener Farbe.

Nun ja: Woher kommt dieses VERSTÄNDnis von einem Baum? Gibt es Beweise, dass er so aussieht? Woher stammen die Informationen? Wurden sie dir beigebracht? Wer hat den Baum überhaupt diesen Namen gegeben? Wie ist seine Beschaffenheit?

Wir könnten ewig so weitermachen; im Endeffekt sehen wir die Dinge immer nur so, wie wir sie interpretieren. Und Interpretationen sind Gedanken, denken ist wiederum eine Funktion des Verstandes; es findet also innerhalb unseres Kopfs statt und nicht außerhalb.

Wo also ist der Baum, den wir dem Anschein nach kennen? Im Innen? Im Außen?

Wie im Innen so im Außen

Jeder Mensch trägt also seine eigene Welt im Kopf spazieren, hat andere Prägungen und Erfahrungen und sieht durch sein eigenes Fenster hinaus in die Welt. Objektivität, so wie wir sie wünschen, gibt es demnach nicht.

Umgekehrt heißt das aber auch, dass unsere Empfindungen und Meinungen nichts mit den Anderen zu tun haben.

Wenn z.B. eine andere Person zu dir sagt: „Mensch, bist du blöd!“ macht dich das nicht dümmer. Es ist nur das Bild, das sie von dir hat. Identifizierst du dich aber mit deinem Intellekt (=Teil deines Ichs) und nicht als vollkommenes Bewusstsein, könnte die Aussage zu einer Kränkung deinerseits führen.

Dir wird also im Außen deine Innenwelt gespiegelt: BIST du gekränkt heißt das, das Leben musste dir eine Situation liefern, die deinem Sosein* entspricht; in dem Fall eine Situation die dich gekränkt hat.

*=alles was in deinem SEIN enthalten ist: Gedanken, Erfahrungen, Verhaltensmuster, Glaubenssätze, usw.

Das Spiegelgesetz, von dem ich hier spreche, kannst du entweder nutzen, um zu erkennen wer du wirklich bist oder du tust die Gegebenheit z.B. als „XY ist ja selbst dumm wie die Nacht finster“ ab: Du hast die Wahl.

Letzteres bedeutet im Verstand zu bleiben, wobei dadurch Neuem immer nur mit denselben Mustern begegnet werden kann. Das passiert solange bis du erkennst: Das bin nicht ich. Ich bin ja vollkommenes Bewusstsein.

Wir sind alle eins, wir sind Gott

Dieses Gesetz „wie im Innen-so im Außen, wie im Außen-so im Innen“ gilt überall und für alles: „Wie oben-so unten, wie unten-so oben“, „wie im Großen-so im Kleinen, wie im Kleinen-so im Großen“.

D.h. Für alles auf der Welt gibt es auf jeder Ebene eine Entsprechung. Du kannst also im Kleinen das Große erkennen und umgekehrt. Deshalb sind wir gleichzeitig der Mikrokosmos im Makrokosmos und der Makrokosmos im Mikrokosmos.

Ein einzelner Tropfen des Ozeans kann sich sehen und die anderen und das als Getrenntsein erleben. Dennoch ist er mit allen anderen Tropfen zusammen Eins: der Ozean. So wie jeder Tropfen des Ozeans also ein Teil von ihm ist, ist der Ozean in jedem kleinsten Teil (Tropfen) von ihm.

Das gilt auch für uns: Wir sind alle ein Teil derselben Quelle, nennen wir sie Gott (oder Universum, oder…), haben das aber vergessen. So erleben wir uns als Individuen, die voneinander getrennt sind und machen dadurch unterschiedliche Erfahrungen.

Für den Verstand ist das wie gesagt nicht greifbar. Deshalb bringt es auch nichts nur zu wissen, dass wir Gott sind; wir müssen es erfahren. Das geschieht indem wir das Denken durch die Wahrnehmung ersetzen und erkennen wer wir NICHT SIND.

Die anfänglichen Fragen wie „Wer bin ich?“ und „Woher komme ich?“ können also nur durch die Wahrnehmung erfahren und niemals mit dem Verstand begriffen werden.

Fazit

Da die Bezeichnung Gott bereits sehr religiös geprägt ist, möchte ich hier zum Abschluss noch ein paar Worte dazu loswerden.

Jeder kann seine eigene Definition zu dem Wort finden oder auch ein anderes benützen. Es ist sowieso nur der Verstand, der alles begreifen möchte und deshalb nach Benennungen sucht.

Ich meine mit Gott jedenfalls nicht den, der bestraft und belohnt, der scheinbar wahllos Krankheit und Gesundheit verteilt. Für mich handelt es sich dabei um kein er, sie oder es; um nichts Greifbares, weil Gott alle erdenklichen Formen annehmen kann.

Deshalb nutze ich die Bezeichnung Gott für Alles was ist und alles was nicht ist.

Falls du mehr zu dem Thema (und vielen anderen) erfahren möchtest, kann ich dir das Buch Gespräche mit Gott von Neale Donald Walsch wärmstens ans Herz legen (auf dieser Website kannst du dir das E-Book kostenlos downloaden). Es ist um ein vielfaches ausführlicher als ein Artikel wie dieser es sein könnte und äußerst verständlich geschrieben.

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